24 März 2020

War da noch was, diesseits von Corona

Submitted by ebertus

Die politisch-großmediale Panikkampagne deckt im Moment alles zu, was bis gestern noch wichtig war. Das doch so ersehnte Klima(schutz)programm läuft ja gerade rund und lediglich die Coronaleugner (anstelle der Klimaleugner) müssen etwas eingehegt, vom privat organisierten Wahrheitsministerium in ihre Schranken  verwiesen werden.

Aber war da noch was? Der alternative Finanzanalyst Ernst Wolff bringt es in diesem Gespräch  auf den Punkt, hat sog. Fiat-Money nun faktisch die Realität eingeholt bzw. übernommen. Und man erfährt von Wolff auch Einiges über die geopolitischen Zusammenhänge und Interessenlagen  hinter Corona. Finale Umverteilung nach oben bei gleichzeitiger massiver Einschränkung von Bürgerrechten; dieses gerade ablaufende, für den hehren Wertewesten beinahe surrealistisch anmutende Szenario ist Realität und wird von Ernst Wolff absolut nachvollziehbar dargestellt.

Kommentare

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Seit es Geld gibt, haben die Emittenten versucht, den inneren Wert des Geldes, also die Herstellkosten zu senken. Das geht bis in die Antike zurück. Seit das BarGeld mit billig herstellbaren Banknoten verwässert wird, ist es faktisch Fiatgeld, weil die Golddeckung reduziert wurde. Georg Friedrich Knapp hat 1905 mit seinem Buch* nachgewiesen, daß der Wert des Geldes vom Staat beliebig festgesetzt wird. Das ist die Grundlage des »Modernen Geldes« MMT.

Das heutige Problem des Fiatgeldes ist der globale Finanzsektor, der wegen seiner buchmäßigen »Sicherheiten« praktisch unbegrenzten Kredit hat, der bedient werden muß – wir nennen das Kapitalismus. Das aktuelle globale Dilemma ist, daß wir nur ein einziges  Geld haben für den Realsektor und den Finanzsektor. Wegen der übergroßen Vermögen im Finanzsektor, fließt alle Arbeits- und Sparleistung in diese Vermögen. Zusätzlich werden diese Vermögen an der Börse umgesetzt –Fiatgeld steht ja genug zur Verfügung– und mit ungedecktem Kreditgeld aufgeblasen. Wenn die Blase platzt, werden die Kredite als steuerwirksame Verluste ausgebucht und die Vermögen auf ihren Realwert gesetzt. Leidtragende sind dabei die armen Schweine, die in der Realwirtschaft im Schlamm wühlen, also 90% der Zivilgesellschaft, die von Sesselpupsern in Parlamenten verwaltet werden.

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* Staatliche Theorie des Geldes. Duncker & Humblot, München/ Leipzig 1905, 1918, 1921, 1923. (Versuch einer positiv-rechtlichen Begründung des Geldes). (Digitalisierte 2. Auflage. 1918 unter: urn:nbn:de:s2w-6471). Englische Auflage von 1924 als PD

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Fiatmoney

Die laufenden Corona-Maßnahmen wirken sich dramatisch auf die deutsche Industrie aus. Alle nicht lebenswichtigen Produktionszweige stehen still. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) schätzt, dass das deutsche Brutto-Inlands-Produkt um 4,5 bis zu 8,7 Prozent absinken könnte. Das entspricht 30 bis 100 Millionen Tonnen weniger CO2-Ausstoß, die deutschen Klimaziele werden dadurch im Jahre 2020 weit übertroffen. Die Initiative "Agora Energiewende" weist darauf hin, dass es sich dabei um einen einmaligen Effekt handelt, der durch Aufhol-Effekte weitgehend "aufgefressen" werden könnte. Entscheidend seien langfristig wirkende Klimaschutz-Investitionen, die die Emissionen im Zeitverlauf dauerhaft senken. Der jetztige Stillstand sollte für entsprechende Umbauten in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor genutzt werden. Die Agora-Studie ist nachzulesen unter

https://www.agora-energiewende.de/veroeffentlichungen/auswirkungen-der-c...

 

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Antwort auf: Rule Britannia   zum Kommentar: Corona spart CO2

»Der jetztige Stillstand sollte für entsprechende Umbauten in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor genutzt werden.«

Das scheint mir ein Denkfehler zu sein. Der jetztige Stillstand in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor ist durch das politische Diktat zur sozialen Isolierung verursacht. Konkret heißt das: Die Arbeitskräfte fehlen und damit auch die Arbeitskräfte für einen Umbau. In normalen Zeiten wäre das ja möglich. Diese Zeiten sind aber vorerst einmal vorbei, weil der Coronavirus uns lange Zeit begleiten wird. Immunisiert ist eine Zivilgesellschaft, wenn ca 60% nach einer Krankheit oder Impfung immun sind. Mit den aktuellen Isoliermethoden kann das bis zum nächsten Winter dauern.

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Umbauten?

"Diese Zeiten sind aber vorerst einmal vorbei, weil der Coronavirus uns lange Zeit begleiten wird. Immunisiert ist eine Zivilgesellschaft, wenn ca 60% nach einer Krankheit oder Impfung immun sind. Mit den aktuellen Isoliermethoden kann das bis zum nächsten Winter dauern."

Eher bis zum Ende der Erkältungssaison Anfang bis Mitte Mai. Der "neue" Coronavirus ist kaum tödlicher als die alten. 

https://corona.rs2.de/blog/interview/das-virus-macht-uns-nicht-krank/

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Antwort auf: Rule Britannia   zum Kommentar: Panikmodus ausschalten!

Danke für diese bei mir ebenfalls sehr seriös ankommende Stimme.

Gehe zunehmend davon aus, dass die behauptete Gefährlichkeit wohl ein Fake ist, ganz andere Dinge darüber aktuell bzw. perspektivisch angeschoben und exekutiert werden dürften. 

Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Im Mai ist alles vorbei

Ich kann das noch nicht beurteilen. Vielleicht werde ich es auch nie können. Oder nur so, wie bei 911: die erzählte Geschichte ist bewiesen falsch aber alles was ich mir dazu ausdenke, muss zwangsläufig auch unbewiesen bleiben. Kein guter Zustand und keine Aussicht, ihn zu ändern.

Was man aber wird sagen können, ist, dass die neoliberale Umgestaltung der westlichen Gesellschaften tötet. Sowohl in Spanien als auch in Italien haben die räudigen Geldverermehrer im Gesundheitswesen unerbittlich „gespart". Habe gelesen, dass die Kapazitäten zur Intensivbetreuung in Italien bei einem Sechstel der deutschen liegen. Die bringen die meiste Zeit kein Geld, sondern sind einfach nur da und kosten Geld, wenn nicht eine größere Lage entsteht, in der sie gebraucht werden.
In Spanien ist es genau so gewesen. In Deutschland hat vor wenigen Monaten die Rattenstiftung in Gütersloh, die Bertelsmann - Stiftung gefordert, die Hälfte aller deutschen Krankenhäuser, so um die 200 sollen das wohl sein, zu schließen. Natürlich nur zum Wohl der Patienten. Klar doch.
Unsere Kazlerine ist gute Freundin von Liz Mohn. Merkel hat außergewöhnliche Fähigkeiten bei der Wahl von Menschen, die ihr nachstehen : Elfriede Springer, Ackermann, Mohn.
Gruselig.

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Antwort auf: Robert   zum Kommentar: Fake news

Ratet mal, wer das heute gesagt hat; the winner darf aufs Treppchen smiley

NDR Stand: 26.03.2020 18:00 Uhr

Das Primat der Politik und die Rhetorik der Mächtigen

Heuchler, Profiteure und andere Menschenfreunde

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Antwort auf: Rule Britannia   zum Kommentar: Panikmodus ausschalten!

Meine Aussage lautete: »Der jetztige Stillstand in Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor

ist durch das politische Diktat zur sozialen Isolierung verursacht.
«

 

Ob der soziale Stillstand auch nach der ersten Welle endgültig aufgehoben wird, hängt nicht von der Gefährlichkeit des Virus selbst ab, sondern von der neoliberal reduzierten Kapazität von Krankenhäusern an Bettenzahl und Personal, weil das politische Diktat die Fallzahlen wegen Überlastung der Krankenhauskapazitäten strecken will – das heißt die Coronakrise verlängert.

Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Aussagenlogik

Egal welche Gesellschaftsform wir favorisieren, in jeder müsste eine Awägung getroffen werden, wie viel wir für das Gesundheitssystem ausgeben wollen. Natürlich wäre ein Defizit hinsichtlich Schutzmasken und dergleichen mehr über intelligente Vorratshaltung leicht beizukommen, nicht aber die Planung von gemäßen Kapazitäten, da niemals völlig klar sein kann, wie groß zukünftige Bedrohungen ausfallen werden.

Wie "resistent", bzw. robust wir dagegen die Wirtschaft strukturieren wollen, um ganz allgemein Katastrophen gegenüber besser aufgestellt zu sein, das wäre eine interessante Aufgabe jenseits von Ideologien.

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Antwort auf: Paul   zum Kommentar: Abwägungen

Beide Begriffe haben mit der Stabilität von einzelnen Menschen und ganzen Gesellschaften zu tun.

In den sozialen Medien kursiert gerade stark die Forderung nach einem Grundeinkommen, Basiseinkommen.

Neuigkeit zur Petition

Jetzt startet digitale Demo für

#Grundeinkommen

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Resistenz oder Resilienz


holt die Landwirtschaft gerade ein; wegen der fehlenden billigen Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa.

Ohne BGE wird man vielleicht einige jügere, kräftige, hiesige Menschen mehr oder weniger sanft zum Spargelstechen nebst allfälliger Weiterungen verpflichten können.

Mit BGE müssten generell für schwere, dreckige und/oder gefährliche Arbeiten ganz andere Löhne gezahlt werden.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Die BGE-Diskussion

Wenn die Arbeit höher entlohnt wird, werden einige Steuerparadiese ihre Steuern erhöhen müssen, um über die Runden zu kommen: Luxemburg, Irland, ...

Die Armut nimmt mit der neoliberalen Politik und Wirtschaft zu. Das kann nur eine andere Verteilung stoppen, zB ein Grundeinkommen in einer angemessenen Höhe.

Angemessen wäre die Hälfte des Primäreinkommens pro Kopf.