22 Mai 2020

Mit der Bitte um eine kleine Spende

Submitted by ebertus

Diese Tage starten gleich zwei neue Medien im Netz, bitten um eine kleine Spende für die sich selbst gestellte verantwortungsvolle Aufgabe. Die Werbevideos der beiden Kandidaten sind genial. Man darf allerdings raten, ob es (noch) Satire ist, oder bereits auf ernsthafte Probleme bei der Selbstreflektion hindeutet.


Der ganz bescheiden gesponserte Buzzard, wohl eher ein Aggregator anderer Inhalte, er stellt sich so vor

Und der Pioneer als Investorenmodell von Steingart und Döpfner (Springer) kommt nicht weniger markant daher


Der Buzzard  wird, soweit ich das richtig verstehe, primär den medialen Mainstream selektiv auswerten, denn dort ist alles kaputt, hatten dies nach meiner Erinnerung bereits die Krautreporter (gibt's die eigentlich noch?) konstatiert. Und das scheint mir jetzt eine Neuaflage der Krauties zu sein, bleibt aber gleich von Anfang an hinter dem Paywall versteckt. Bye ...

Der Pioneer  stellt sich in größerem Rahmen auf, historisch eingebettet und natürlich international aufgestellt wird er wohl auch eigene Inhalte bringen. Klar mit Springer an der Seite braucht man nicht um Sponsoren betteln, sind allerdings die Interessen ebenfalls klar, wird schnöde Betriebswirtschaft im Zweifelsfall sehr schnell die Reißleine ziehen. Bye ...

Kommentare

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Krautreporter; mit einer beliebten Karotte – 30 Tage kostenlos.

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ich erlaube mir mal, in der mir ganz eigenen intellektuellen arroganz, auf einen artikel/interview hinzuweisen, welches ich für die heutige sicht auf die welt für epochal halte.

https://cooptv.wordpress.com/2020/05/21/ein-kreis-in-der-dunkelheit-nach...

es ist ganz kostenlos und jedweden spenden-gedanken weitest entfernt ... wie es oft mit den wirklichen werten nun mal so ist: die sind eh mit geld nicht zu bekommen**

und auch schwer in deutschland ... die amerikanisch-französische sicht auf die welt hat da einfach ganz klare vorteile ... die wir dringendst wahrnehnem sollten

very sorry, wenn ich euch etwas überfordere ...ist ja ganz freiwillig** (ps. für mich ist UNTERFORDERUNG das größere problem seit 1989 ...)

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Antwort auf: mari   zum Kommentar: arroganz

Die Welt ist weder heliozentrisch; trotzdem schauen wir die Welt von hier aus an. Je nach sozialer Prägung haben wir eingetrichtert bekommen, wo wir leben und wer rechts oder links von uns lebt. Danach leben wir zwischen den atlantischen Interessen und Russland. Die Polen leben traditionell zwischen dem deutschen Wolf und dem russischen Bären.

Es gibt aber auch eine ganz andere Sicht.

Russland ist 3km von den USA entfernt; da paßt Europa nicht zwischen.

So what!

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Und weil ich mich mit vielen Meinungen von PI News &Co. nicht gemein machen muß, so ist das wohl OK:

"PI News kommen auch nicht mehr vor. Das ist gut"

sekundiert der Spiegel  die dort bei Buzzard wohl bereits eingehegte Bandbreite an Meinungen und Andersdenkenden; listet stattdessen die nicht wenigen, durchaus sehr kreativen Zahlungmodelle auf. Ohne Staatsknete und/oder Großinvestoren aus der Medienbranche halten nicht mal so lange durch wie die Krauties; wäre meine unmaßgebliche Meinung.

Schlicht und einfach: die kostenpflichtige Aggregation der meinungsnahen bis meinungsgleichen Inhalte von taz bis TagesSpiegel nebst Tagesschau et al. braucht kein Mensch. Das weiß mit gewissem Augenzwinkern auch der Spiegel; und konstatiert:

"Wer echte Feindbeobachtung machen möchte, kann jederzeit auf die einschlägigen Blogs zugreifen."