15 Aug. 2019

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Submitted by ebertus

Das Design dieses Blog ist bewußt schlicht, beinahe minimalistisch gehalten und auch die einzelnen Blogtexte mögen eher kurz und bündig daherkommen, außer reinem Text nebst einigen Verlinkungen keine weiteren, optisch-akustischen Elemente aufweisen.


Was die geplanten Inhalte betrifft, so wird es -und im Gegensatz zur Privatausgabe- hier keine umfangreichen Abhandlungen oder Analysen etc. geben; eher relativ tagesaktuelle, in jedem Fall sehr subjektiv zu verstehende Gedanken. Im Hintergrund, der allgemeinen Auffindbarkeit anheim gestellt, sind die Inhalte des Blog über sechs Kategorien (via rechter Seitenleiste angezeigt) organisiert. Außerdem lebt die Suche (ebenfalls via der rechten Seitenleiste ansteuerbar) primär über extensiv gesetzte Tags (Stichworte). Wegen der besseren Auffindbarkeit via externer Suchmaschinen sollten sich diese Tags möglichst auch im Blogtext wiederfinden.

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Von Reinhard Mey stammt dieser schöne, weitsichtige als immer weniger ironisch erkennbare Titel vom Narrenschiff  (Textverschriftung eben dort). Das Stück ist gut zehn Jahre alt und dennoch zunehmend aktuell. Was hohe Politik und die, diese Politik verkaufenden Qualitätsmedien seit einigen Jahren veranstalten, das kann man nur bei positiver, bei wohlmeinender Formulierung als Narretei bezeichnen.

Einher gehen damit eine oft nur gespielte Entrüstung, eine meist ebenso gespielte Blauäugigkeit und als Summe des Ganzen eine aus allen medialen Ritzen quellende Bigotterie; welche die ursprünglich zum Schmunzeln anregende politische Korrektheit mittlerweile als Mantra einer ganz ernsthaft eingeforderten, realen Korrektheit erkennen lässt. Kritische Hinterfragungen, insbesondere was das Systemische angeht, sie sind im medialen Mainstream und bis hinunter zu deren Verlautbarern auf einer intellektuell eher schlichten Ebene kaum noch zu finden; eher schon eine erkennbare Hofberichterstattung, was den propagierten,  doch so alternativlosen Sachzwang in allwissender Unfehlbarkeit angeht.

Hinzu kommt, es beinahe inhärent ist, dass diesen neuen, systemkonformen Linken nebst derer Medien das Feindbild getauscht wurde. Nicht mehr die äußerst partikularen Besitzverhältnisse, die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel, nicht mehr das neoimperiale, neokoloniale Gebaren der hehren westlich-abendländischen Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt der Kritik. Stattdessen, ebenso schlicht wie diffus ein inflationär dargebotenes "Hitler next door", sprich: die anhaltende Inkarnation der doch wie von Geisterhand, wie from outerspace  über uns Gute gekommenen neuen Rechten.

Bigotterie und Ideologie (wahlweise institionalisierte Religion) sind lediglich zwei Seiten der gleichen, dogmatischen Medaille. Sie bedingen einander und wehe (uns), wenn die Macht derer zu groß wird, welche die Leitplanken der gerade angesagten Meinungskorridore bestimmen; notfalls gar mit Gewalt durchsetzen.

Was die hier auf diesem Blog verwendeten Bezüge, insbesondere die Links, Verweise und Zitate angeht, so muß diesseits einer eindeutigen strafrechtlichen Relevanz alles möglich sein. Nicht zuletzt über eben diese strafrechtliche Relevanz entscheiden hierzulande, entscheiden in der aufgeklärten Moderne ausschließlich die Instanzen der Gewaltenteilung, sprich: die Gerichte; nicht die sogenannten (a)sozialen Medien.

Daher wird hier und ohne sich damit gemein machen zu wollen die volle Bandbreite des Sagbaren betrachtet, von dogmatischen Blättern wie der Jungen Welt, oder JungleWorld, gar den Bahamas et al. über neuesoterische Echokammern wie die der taz oder das ND nebst FR. In Ausnahmefällen auch schon mal Inhalte bzw. Verlinkungen via der sich zunehmend und mittels Werbeblockern bzw. zahlungspflichtigen sog. Premiumcontent einmauernden Qualitätsmedien. Und schließlich die  eher konservativen (neurechten?) Medien a la Tichy's Einblick oder Broders Guten Achsen; ja auch zwischen einerseits Anetta Kahanes Belltower und andererseits PI (Political Incorrrect) oder gar Elsässers Compact bestehen in Sachen hiesiger Bezugnahme keinerlei unüberwindliche Gegensätze. Und klar, die "Russenmedien" wie RTdeutsch oder Sputnik werden als gelegentliche Referenz nicht fehlen.

Das Entscheidende ist die dort gelebte, nicht selten offen erkennbare und primär ideologisch grundierte Bigotterie, sind es die zunehmend notwendigen verbalen Spagate, was die doch bitteschön in das jeweilige Narrativ passende Erklärung der ablaufenden Ereignisse angeht; lokal, regional, national und natürlich global. Blinde Flecken wohin man schaut, auch bei der NZZ, von bösen Zungen und mit impliziten Verweis auf die ehemalige DDR schon mal als "Westfernsehen" erkannt. "Lückenmedien" trifft es da schon eher und in Gänze.

Beim Lesen, bei Hinterfragung des hier Dargebotenen darf gern auch mal geschmunzelt werden.

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Nachtrag 13.03.2020:

Zwei Ergänzungen noch, zum Formalen und zum Umgang miteinander:

In Kommentaren sollte man es bei einem Link belassen, falls absolut notwendig, schlimmstenfalls zwei Links einsetzen. Darüber hinaus ist ein sogenanntes copy&paste  weitgehend zu unterlassen, stattdessen den Link mit einigen kurzen, prägnanten Sätzen zu erläutern. Wer dann Interesse hat, kann diesen Link gern selbst verfolgen.

Kommentare, in denen andere Kommentatoren oder Autoren hier auf einer persönlichen Ebene angegriffen werden, sind ausdrücklich nicht erwünscht. Derartiges, selbst wenn es vermeintlich intelligent verpackt ist, wird der umgehenden Kürzung oder gar der kompletten Löschung zugeführt. Soweit erforderlich, kann dazu im Kommentar selbst ein entsprechender Moderationshinweis hinterlegt werden.



Nachtrag 27.03.2020:

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, von oben? Schlichter Text und ohne explizite Videoanrisse war doch hier die ausgegebene Devise; sollten Videos im erkärenden Text bestenfalls verlinkt werden.

Und nun mag ich -aus gegebenem Anlaß- doch einen kleinen Videobereich einbinden ...

Zunehmend werden Videos von den (a)sozialen Medien, insbesondere von Youtube wieder gelöscht, können und sollten bei gewissem Interesse vorher noch schnell runtergeladen werden. Während es früher in der Regel behauptete Verletzungen des Urheberrechtes waren, welche zur Löschung führten, sind es heute primär die ebenso angeblichen Verstöße gegen die internen Regeln (Guidelines) des Hausherren, sind es politisch unkorrekte Meinungsäußerungen und im Normalfall weit diesseits irgendwelcher strafrechtlichen Relevanz.

Sogenanntes Shadowbanning und die Manipulation der Klickzahlen sind bei den (a)sozialen Medien und noch vor der Löschung von Inhalten, gar des Inhalteeinstellers heute wohl eh' Stand der Einhegung von unkorrekter Meinungsäußerung..

Denn diese "offensichtliche" strafrechtliche Relevanz reicht den neuen Zensoren im Auftrage der Politik offensichtlich nicht mehr. Wobei und ganz an Rande erwähnt, sind in der aufgklärten abendländischen Moderne, sind in den gern hochgehaltenen Wertegesellschaften schlußendlich und ausschließlich die Instanzen der Gewaltenteilung, sind ordentliche Gerichte für die Feststellung einer strafrechtlichen Relevanz zuständig.

Neben dem Strafrecht ist bei Einstellung von Inhalten (eben auch Videos) möglicherweise auch das Zivilrecht in Form des Urheberrechts (Copyright) zu beachten. Insofern können hier zwar Videos aus allgemein zugänlichen Quellen verlinkt werden, dürfen ohne Zustimmung des Rechteinhabers jedoch nicht eigenständig (physikalisch) auf der Website vorgehalten und zugänglich gemacht werden, muß in der Regel vorab das Einverständnis des Rechteinhabers eingeholt werden.

Ein Sonderfall mag vorliegen, wenn es offensichtlich keine identifizierbare natürliche oder juristische Person gibt, welche Rechte an Inhalten (eben auch Videos) haben könnte. Anonym agierende Einsteller bei Youtube et al. haben mit Sicherheit ihre Gründe für dieses Tun, sind in der Regel jedoch gerade daran interessiert, dass ihre Inhalte weiter verbreitet werden. Und müssten sich ansonsten real outen, falls sie irgendwelche Rechte geltend machen wollten.

Insofern, unter Beachtung des Vorgenannten wird sich die Zahl der hier bereitgestellten, (potentiell) bereits gelöschten Videos eh' in Grenzen halten, muß sich der Betreiber dieser Website auch nicht unbedingt gemein machen mit jeglichen Inhalten. Jedoch, und wie bereits weiter oben geschrieben, sollte die Bandbreite der hier veröffentlichten Meinungen diesseits einer "offensichtlichen" strafrechtlichen Relevanz sehr weit ausgelegt werden.