12 März 2020

Von Zielkonflikten und Dilemmata

Submitted by ebertus

"Konsequenterweise müsste man den öffentlichen Nahverkehr einstellen", schreibt der Berliner Tagesspiegel; unterstreicht diese Aussage mit einem schönen Bild. Insofern also ist es ganz gut, dass der ÖPNV primär in Sonntagsreden hochgehalten wird, es immer noch eine Alternative gibt.


Meine Frau braucht eine neue Brille. Und auch meine Sehkraft, was die Ferne betrifft, sie hat etwas nachgelassen. Ärztlicherseits ist ansonsten alles ok und nun brauchen wir nur noch einen in unserer kleinen Gemeinde nicht existierenden Optiker, der die notwendigen Teile dann anpasst.

Die nächste Haltestelle der Straßenbahn ist 200 Meter entfernt, und wie schon in Berlin kommen wir auch hier an der südhessischen Bergstraße garnicht auf die Idee, mit dem eigenen Auto in die Innenstadt (Darmstadt) zu fahren. Nicht zuletzt wegen dem guten Umweltgewissen, aber primär aus praktischen Erwägungen: Zeit, Stress, Stau, Kosten, Parkplatzsuche etc.

Aber nun ist alles anders. Vom privaten Pkw-Stellplatz der kleinen Wohnanlage zum privaten Tiefgaragenplatz fast unter dem Laden des Optikers. Und was schert uns die angekündigte Klimaapokalypse, wenn gerade wir ältere Menschen das bevorzugte Ziel von Corona sind?

Kommentare

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Das bertifft besonders in den Metropolregionen gleich mal einige Millionen pro Tag. Damit legst du die gesamte Region still. Das bedeutet:

1. Hamstern für mindestens 4 Wochen.

2. Verdienst- und Produktionsausfälle für einen ganzen Monat.

3. Notstand

Darauf ist keine Sau vorbereitet; ich erinnere hier an die Debatte über die Notrationen.

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: ÖPNV


und bin dabei sehr froh, auf den Tagesspiegel verlinken zu können, nicht als Verschwörungstheoretiker dazustehen cool