31 Jan. 2020

Brexit

Submitted by heinz

Nun doch!

Nach einer langen Hängepartie und einem ordentlichen Verschleiß von Politikern hat Großbritannien GB es endlich geschafft, einen Brexit-Vertrag mit der EU zum Austritt abzuschließen. Fast vier Jahre nach dem knappen, aber für das Parlament nicht bindenden Referendum, soll GB an Silvester 2020 aus der EU austreten. Was danach kommt, ist wohl vertraglich geregelt, ob sich irgend eine Politsau daran hält, ist ungewiß. Ebenso ungewiß ist der Zusammenhalt von GB. Gibraltar hat bekundet, daß es im Schengenraum bleiben will, ebenso, wie Schottland. Wie Nordirland reagieren wird, ist noch ungewiß; mit hoher Wahrscheinlichkeit wird die Queen keine »Bluthunde« mehr nach Nordirland schicken wollen, um einen Bürgerkrieg anzuheizen.

Wie sagte Kofi Annan: »Krieg ist das größt mögliche Politikversagen.«

Vier Jahre floppte die EU.

Denn bereits vor dem Referendum in GB war absehbar, daß diese Politik der Briten ihre Ursache sowohl in der Wirtschaftspolitik in GB selbst hat, als auch im Zentralismus der EU. In der EU hat sich seither nichts getan, gar nichts. Das sind vier verlorene Jahre. Roman Herzog war von 1994 bis 1999 Bundespräsident in der Berliner Republik Deutschland BRD; bereits damals trat er für Reformen mit weniger Zentralismus in der EU ein. Mehr als zwanzig Jahre später sind wir keinen Schritt weiter gekommen, sondern starren wie gebannt auf den Brexit, der noch lange nicht bewältigt ist, sondern gerade mal vor dem Beginn steht.

Kommentare

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Heute ist B-Day mit Feierlichkeiten in London und etlichen anderen Städten, sogar der Berliner Funkturm wird angestrahlt. Ein Tag zum Mitfreuen: Let's take back control!

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Antwort auf: Rule Britannia   zum Kommentar: B-Day

 

Welche?

Die der Briten.

- Die der Schotten.

- Die der Nordiren

- Die der Gibraltesen.

Die der EU-Kommission.

Die der Parlamente der Mitgliedsstaaten.

Die der Zivilgesellschaften.

 

Übrigens: B-Day ist an Silvester 2020!

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ohne gleich in ggf. kritische Details einzusteigen, finde ich den Brexit richtig.

Und durch den kürzlichen Wahlsieg von Johnson & Co. ist das Ganze mittlerweile auch demokratisch eindeutig legitimiert; was ja immer wieder von den Brexit-Gegnern nach dem Referendum in Zweifel gezogen wurde.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Aus der Distanz gesehen,

... der Brexit war jetzt überfällig.

Nach, wie vor ist die Grenze zu Irland ungeklärt, denn das ist ab 1.Januar 2021 eine EU-Außengrenze. Ursache diese Dilemmas, und noch vieler anderer, sind die beteiligten Politiker in GB und der EU, die glaubten: »Weiter so, das wird schon.« Es wird eben nicht, wenn diese Verwaltungshengste ihr eigenes Ding durchziehen und »Dem Volk draußen im Lande« Dummsprech erzählen.

Europa neu erfinden

 

Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Im Prinzip ja, ...

Flintenuschi wäre stolz auf Euch und Eure Merkeltreue!

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Antwort auf: Rule Britannia   zum Kommentar: Irland: Zollkontrollen im Vorfeld


"Merkeltreue" wird hier als Beleidigung aufgefasst; ggf. sanktioniert angry

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Antwort auf: Rule Britannia   zum Kommentar: Irland: Zollkontrollen im Vorfeld

Wo liest du etwas von Treue zu Mamma Dilemma?

Zweifelsfrei hat sie auch positive Seiten, immerhin hatte sie seinerzeit diesen bayerischen Amigo Ede vergrault. Sehr viel mehr fällt mir im Moment aber auch nicht ein.