15 Febr. 2020

Über die Gene hinaus

Submitted by ebertus

Dass ich dieses von H.M. Broder gern bemühte, vom Messer spritzende Judenblut für ebenso fantasievoll halte, wie die sarrazinesk erkannten muslimischen, islamistischen Gene, das sei als bekannt vorausgesetzt, wird hier gern wiederholt. Glücklicherweise hat Ideologie und Religion (ihrer Träger) wohl noch keinen seriösen Einzug in den biologisch-genetischen Nachweis gefunden.


Soviel nur zur ggf. politisch korrekten Distanzierung von Folgendem, einem durchaus lesenswerten, die intellektuelle Reflektionsfähigkeit einfordernden Artikel  bei Broders Guten Achsen. Der dortige Autor analysiert jenseits der momentanen Erregungsimpulse  eine nicht zuletzt durch das Internet beförderte Möglichkeit "Nein" sagen zu können.

"Tatsächlich aber müssten sich die Parteien aller Farben mit einem neuen, an Bedeutung zunehmenden Wahlverhalten auseinandersetzen, das ihre etablierten Strategien konterkariert. Thüringen verdeutlicht nämlich vor allem den Aufstieg der Neinsager zum prägenden Faktor des politischen Wettbewerbs."


Nicht, weil man die Intentionen oder gar die Ziele der AfD unterstützt (gern unterstellt), sie gar unterstützen muss, sondern weil diese (Wahl)option dem Souverän, dem Wähler die Möglichkeit gibt, andere Zumutungen der neuen, guten Nomenklatura abzulehnen.

In jeder Facette absolut lesenswert dieser Achgut-Text, jeglichem (querem) Weiterdenken anheim gestellt.

Kommentare

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Ich erinnere hier an die Landtagswahl 2016 in McPomm.

Damals hatte ich im Freitag und bei den Termiten die wahren Hintergründe der Wahlergebnisse aus meinem Umfeld hier in McPomm geschildert. Die herrschaftlich, rechte Regierung aus SPD und CDU hatte 2011 eine Strukturreform in McPomm im Hinterzimmer geplant und durchexekutiert, ohne dies mit den betroffenen Verwaltungen oder Bürgern (Wählern, Zivilgesellschaft, Mitarbeitern) groß zu beraten. Die Amtsgerichte hatten danach ein Plebiszit initiiert, das traf im Nachhinein aber auf wenig Resonanz – die Katze war im Sack und schon ersäuft. Die Herrschaftsparteien hatten diesen Effekt einkalkuliert. Nicht einkalkuliert hatten die das Wahlverhalten der Zivilgesellschaft, das am Ergebnis deutlich von den Erwartungen abgewichen ist.

Immerhin wurde bei der Einführung 1994 die Verfassung in McPomm von einer Mehrheit der Bürger bestätigt; im Gegensatz zum GG der Bonner/Bananen/Berliner Republik Deutschland BRD, die laut den Frankfurter Dokumenten auch via Plebiszit bestätigt werden sollte, das von der CDU aber bis heute verhindert worden ist.

Wen wundert's also!?

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Das ist doch nicht neu

diese eher theoretische Analyse des "taktisch" wählens; eben auch und gerade der AfD.

Peter Heller führt sehr verständlich aus, warum es keine pro-AfD Wahl sein muß, sondern eher eine con-Blockparteien, wofür es unter dem als alternativlos deklarierten System ansonsten keine Möglichkeit des aktiven, wenngleich mit Sicherheit äußerst heterogenen Widerstandes geben kann.

Und er verbindet diese Feststellung mit den aktuell gegebenen Möglichkeiten des Internet; von denen (mein Einwurf) die damals widerständigen DDR-Dissidenten wohl nur träumen konnten, es genau auf diesem Feld mit Sicherheit auch hierzulande zu weiteren, stärkeren Restriktionen nebst paralleler Diffamierung jeglicher abweichender Meinung kommen wird.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Neu für mich war es schon,

Das macht den kleinen Unterschied zwischen Ost und West aus.

Im Osten wissen die Menschen aus Erfahrung, daß der Staatsapparat für sich selbst arbeitet und letztendlich kein »Souverän« als Zivilgesellschaft existiert. In der Verfassung McPomm werden immerhin schon Bürger genannt; im Grundgesetz der BRD wird ganz abstrakt das Volk genannt, obwohl es kein »deutsches Volk« gibt, sondern deutsche Völker in unterschiedlichen Staaten und Regionen (DE A CH F) – das Völkische wirkte damals noch sehr stark nach.

Die sogenannten etablierten Parteien träumen immer noch von ihrer heilen Welt der Block- oder Volksparteien. Anfang des Jahrtausends las ich einmal in einer Druckschrift der Bundesregierung über die Wirkung des Internets:

»Mit dem Internet bekommen wir ein soziales Problem,
oder eine andere Gesellschaft.«

Das Problem ist da, die andere Gesellschaft ist im Kommen.

Gesellschaft ist ein sehr komplexes System, das kann man nicht mehr via zentraler Göbbelsschnauze gleichschalten oder separieren in Gute und Schlechte ... die Lehren daraus haben die etablierten Parteien bisher verschlafen.

 

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Antwort auf: heinz   zum Kommentar: Der kleine Unterschied


Klar, im Stadtstaat Hamburg werden SPD, CDU und Grüne das am nächsten Sonntag wieder unter Beweis stellen.

Aber in der Fläche, im ländliche Bereich könnte es sich auch in den West-Bundesländern änderen. Bereits bei den letzten Wahlen in BW und RP beispielsweise gab es entsprechende Tendenzen, konnte die AfD dort jeweils deutlich zweistellig werden. Und das war 2016, wird es dahingehend in 2021 mit Sicherheit spannend.

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Antwort auf: ebertus   zum Kommentar: Ost vs. West

Das geht nicht Ost ./. West, sondern ist eine Erfahrung, die erst in Ost gemacht wurde und jetzt in West angekommen ist. Dabei geht es um die Erfahrung:

Staatsverwaltung ./. Zivilgesellschaft
oder
Obere Dienstgrade ./. Untere Dienstgrade

Wer die Macht besitzt. mißbraucht die auch für eigene Interessen, eigenes Wohlbefinden. Konservative machen weiter, wie sie es gelernt haben; dabei hat sich mit der Digitalen Revolution die wirtschaftliche und politische Landschaft grundlegend geändert.

Schau dir die aktuelle Sicherheitskonferenz in München an. Die NATO ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten und so langsam merken das auch einige Politiker – aber noch nicht alle.

 

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Na hoffentlich nicht wegen Antisemitismus crying

Nee, nur wegen Hassrede, ist also nochmal gut gegangen ... für den größten Antisemitenjäger unter deutschsprachiger Sonne; an den sich nicht mal die Anetta und ihre Stiftung herantrauen. Und Broders Lieblingsfeind ist wohl auch involviert.

Man darf gespannt sein, bitte mehr davon!